Die (Un-)abhängigkeit der Medien

Wie uns sicher allen bewusst ist, haben die Medien grossen Einfluss auf die politische Meinungsbildung. Umso wichtiger sind ihre Vielfalt und Unabhängigkeit. Diese haben in den letzten Jahren immer mehr gelitten. Die insgesamt kleinere Anzahl an verschiedenen Medien, insbesondere Printmedien, und der immer grössere Einfluss globaler Plattformen, inkl. Social Media, sind ein Teil des Problems. Die Abhängigkeit der Medien von Werbeeinnahmen ist eine Achillesferse. Strategische Anschaffungen von Medienhäusern mit dem Ziel der politischen Einflussnahme können die Unabhängigkeit der Medien noch mehr schwächen.

Die drei grössten Schweizer Medienhäuser teilen den Nachrichten- und Informationsmarkt in der Schweiz weitgehend unter sich auf. Dies führt zu einer zunehmenden Einheitlichkeit der übermittelten Botschaften. Dabei sind auch die verschiedenen politischen Lager nicht adäquat repräsentiert. So unterstützen zum Beispiel die NZZ Gruppe, die Ringier Gruppe und die Tamedia AG klar bürgerliche Politik. Die SVP im Besonderen kann auf die Basler Zeitung und die Weltwoche zählen. SP und Grüne dagegen haben trotz ihrem hohen Wähleranteil keine vergleichbare Repräsentanz in den Medien. Auch dies würde zu einer gelebten Medienvielfalt gehören.

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