Was Kopenhagen kann, kann Zürich auch – Zürich als Velostadt

Am 27. September 2020 wurde in der Stadt Zürich die Velorouten-Initiative vom Stimmvolk angenommen. Die Initiative verlangt, dass innerhalb der nächsten 10 Jahre ein über 130 Kilometer langes, durchgängiges Veloroutennetz angelegt wird.

Im kommunalen Verkehrsrichtplan, der am 28. November 2021 vom Stimmvolk angenommen wurde, ist die Umsetzung dieser Initiative als Zielbild verankert.

Schon viel weiter bei der Förderung des Veloverkehrs ist Kopenhagen. In der Velostadt Kopenhagen fährt fast die Hälfte der Einwohner:innen mit dem Velo zur Arbeit oder zur Schule. 360 Kilometer misst das Veloroutennetz der dänischen Hauptstadt – fast dreimal so viel wie in Zürich geplant ist.

Velofahrende profitieren in Kopenhagen von vielen Annehmlichkeiten. Verkehrsampeln sind extra auf sie eingestellt: Mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde hat man stets grün und kann zufahren. Entlang der Velowege finden sich schiefe Abfalleimer, wo Velofahrende in voller Fahrt ihren Abfall entsorgen können. Vor Ampeln sind für die Velofahrenden Stangen als Stützen montiert. Dies sind nur Beispiele. Natürlich kann und soll Zürich auch vieles besser machen als Kopenhagen: zum Beispiel mehr Velorouten schaffen, die völlig losgelöst sind von den Strassen für den motorisierten Verkehr und von den Fusswegen. Nebst der Erhöhung der Sicherheit geht es aber auch darum, die Velorouten möglichst attraktiv zu gestalten – so attraktiv, dass in 10 Jahren auch in Zürich die Hälfte der Bevölkerung mit dem Velo zur Arbeit fährt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.