Nein zum Wassergesetz

Artikel vom 06.01.2019, Ursina Merkler:

Am 10. Februar 2019 stimmen wir über das neue Wassergesetz ab. Die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat will uns mit ihrer Revision des Wassergesetzes das Grundrecht auf Trinkwasser und Gewässerzugang entziehen. Konkret heisst das:

  1. Unser Trinkwasser kann zu einem Teil an private Investoren verkauft werden. Wozu dies führt hat sich in anderen Ländern mit Wasserprivatisierung bereits gezeigt: Vernachlässigung des Unterhalts der Infrastruktur, höhere Gebühren, schlechtere Wasserqualität
  2. Die Uferzone (Aufschüttungsland) wird als unabhängig vom Gewässer betrachtet und ist nicht mehr vom Gewässerschutz betroffen. Damit wird einerseits eine Verschmutzung oder Vergiftung mit Pestiziden erleichtert, andererseits greift auch der Hochwasserschutz nicht mehr.
  3. Die Öffentlichkeit hat kein Recht mehr auf Gewässerzugang. Die Uferzone kann von privaten Eigentümern verbaut und verbarrikadiert werden.

Wasser ist Allgemeingut und muss geschützt bleiben. Durch das schädliche Wassergesetz der bürgerlichen Mehrheit im Kantonsrat ist dieses Gut in Gefahr.

Also „Nein!“ bei der Abstimmung zum revidierten Wassergesetz!

Link zur Website des Komitees gegen das Wassergesetz: https://wassergesetznein.ch/